Bunte – February 11, 2016


REBECCA RAUE

Zum Glück gibt es KUNST

Ihre Bilder haben etwas Magisches, sprengen die Grenzen der Leinwand: Die Berlinerin Rebecca Raue, 39, ist eine der Entdeckungen der jungen Gegenwartskunst. Die Schülerin von Georg Baselitz und Rebecca Horn kombiniert farbige Flächen mit Fotos, aufgeklebten Silhouetten und Schriftzügen zu dreidimensionalen, “inneren Landschaften”. Für sie bedeutet diese Art der Malerei, Geschichten zu erzählen: Die Menschen sollen vor ihren Bildern innehalten, vom Alltag abschalten und sich “zwischen dem Ein- und Ausatmen” ihres Daseins bewusst werden. “Zwischenräume” nennt sie diese Momente. Und sie hält sie für überlebenswichtig: “WIr müssen uns als Gesellschaft darüber austauschen, wie wir diese Räume, in denen wir uns selbst begegnen, wieder aktivieren können.” Kunst hat deshalb einen ganz praktischen Nutzen: “Wenn eine Gesellschaft glücklich sein will, muss sie darüber kommunizieren, was sie glücklich macht”, erklärt Rebecca Raue. Die Liebe zur Kunst liegt bei ihr übrigens in der Familie: Ihr Vater ist der berühmte Kunstmäzen und -kenner Peter Raue. Der hat allen Grund, stolz zu sein. – C.D.